„Wie die Insel MALTA mein komplettes Leben veränderte!“ – Bella Meß
Hallo meine lieben Leser,
heute möchte ich euch Bella Meß (28 Jahre) vorstellen. Ihre Geschichte und ihr Lebenswandel beeindrucken mich stark, sodass ich euch unbedingt von meinem Gespräch mit ihr berichten möchte.

Sie ist nicht nur ein lebensfroher und positiver Mensch, sondern auch ein großartiges Vorbild, denn sie zeigt uns, dass wirklich vieles möglich ist, wenn nicht sogar:
„Alles ist möglich!“ – Bella Meß
Ich war sie letztes Wochenende in ihrer neuen Heimat auf Malta besuchen, verbrachte eine tolle Zeit mit ihr und bei einem gesunden Frühstück erzählte sie mir, wie es zu ihrem Lebens- und Sinneswandel kam…
Samstag, 09.04.2016/ ca. 08:30 – wir sitzen in Bella`s offener Küche am Tisch und essen Haferflocken mit Obst und Pflanzenmilch – absolut köstlich!
Caro: Wow! Wie lecker! Isst du jeden Morgen so gesund?
Bella: Ja, seit September 2015 habe ich meine Ernährung umgestellt und esse am Morgen immer meine Haferflocken u.a. mit Banane, Zimt und ungesüßter Mandelmilch. Es ist wichtig einen ausgewogenen Start in den Tag zu haben und nie das Frühstück auszulassen. Um Heißhunger oder übertriebenes Snacken zu vermeiden, sollte ein guter Eiweißanteil und ein hoher Ballaststoffanteil im Frühstück enthalten sein. Haferflocken und Obst sind daher ideal (vor allem für Sportler).

Caro: Haferflocken, Obst, Mandelmilch… alles gesunde Sachen. Wie sah dein Frühstück vor 4 Jahren aus?
Bella: Völlig anders und ganz und gar nicht gesund! Ich habe nämlich NICHT gefrühstückt. Direkt nach dem Aufstehen gab es ausschließlich Kaffee und eine Zigarette. Insgesamt gab es allein schon 5 Zigaretten vor Arbeitsbeginn und eine Schachtel davon am Tag, an stressigen Tagen auch schon mal 2 Schachteln. Zu dieser Zeit arbeitete ich bei einem bekannten Reiseveranstalter in Berlin, machte viele Überstunden und nahm mir nie Zeit für oder nach der Arbeit etwas gesundes zu kochen. Meist gab es in der Pause oder am Abend Fertiggerichte, wie Nudeln o.ä.
Caro: Und was ist mit Sport? Spielte dies eine Rolle zu dieser Zeit für dich?
Bella: Überhaupt nicht. Ich hatte absolut gar kein Interesse an Sport! Nach der Arbeit hieß es ab auf die Couch, Fernsehen und rauchen.

Caro: Wie kam es zu deiner Entscheidung nach Malta zu ziehen?
Bella: Im April 2012 bekam ich über einen ehemaligen Geschäftspartner ein Jobangebot in der Tourismusbranche und da ich nicht fest an Deutschland gebunden war und eh über einen Ortswechsel nachdachte, fiel mir die Entscheidung nicht schwer und ich zog innerhalb von 2 1/2 Wochen nach Malta.
Caro: Also hat sich dein Lebensstil mit deinem Umzug nach Malta geändert?
Bella: Nein, nein. Alles lief so weiter wie vorher. Ich rauchte weiterhin und umgab mich größtenteils mit Leuten, die rauchten, aß sehr wenig und wenn, dann wieder nur fettige Fertigprodukte, die es auf Malta in Hülle und Fülle an jeder Ecke gibt.
Caro: Und wie war dein Gewicht zu dieser Zeit?
Bella: Ich hatte eigentlich durchweg ein normales Körpergewicht und wog so ca. 65kg bei 1,70m. Dies änderte sich jedoch schnell. Im Juni 2013 hörte ich mit dem Rauchen auf und ich nahm trotz Sport 7kg aufgrund der schlechten Ernährung zu.
Caro: Wie kam es denn jetzt zur Entdeckung deiner sportlichen Seite – die des Marathonlaufens?
Bella: Das ist eine eher außergewöhnliche Geschichte. Mein Arbeitskollege James und ich haben es damals sehr genossen uns in etlichen Sachen zu duellieren, kurz gesagt wir schlossen ständig Wetten miteinander ab. Eines Tages fragte er mich, ob ich nicht gegen ihn beim Charity-Halbmarathonlauf antreten möchte und ich nahm die Herausforderung an. Das war im August 2012. Der Marathon fand im Februar 2013 statt. Ich hatte also noch gut 6 Monate Vorbereitungszeit. Der Wetteinsatz: Der Verlierer sollte dem Gewinner ein Wochenende auf Sizilien spendieren. Der Schnellere von uns beiden gewinnt. Ehrgeizig wie ich bin, besorgte ich mir sofort Sportsachen, Schuhe, Pulsmesser u. s. w. Es ging sofort los – 6 mal in der Woche Training mit meinem Ziel eine Bestzeit von 1h:45 min auf einer Strecke von 21,1 km zu laufen. Eine utopische Zielsetzung zu dieser Zeit, jedoch war ich damals so extrem. Nach nur einer Woche machte sich dies auch sofort bemerkbar und ich hatte in beiden Knien eine Entzündung, konnte nicht mehr laufen und sah meine Chance zu gewinnen bereits entgleiten.
Caro: Und was geschah dann?
Bella: Ich suchte mir einen Trainer und Laufcoach und schloss mich einer Laufgruppe an. Jedoch folgte eine Sportverletzung nach der anderen, da mich mein damaliger Trainer nicht genügend über die Hintergründe des Laufens aufklärte. Ich konnte glücklicherweise jedoch trotzdem gesund an meinem ersten Halbmarathon teilnehmen und schloss diesen mit einer Zeit von 2h:07min ab. Es war unglaublich, da ich es vorher bei meinem Training gerade einmal geschafft habe 8km durchweg zu laufen.

Caro: Wie fühltest du dich nach deinem ersten Halbmarathon?
Bella: Ich fühlte mich einfach nur total kaputt! Meine Beine fühlten sich an wie Gummi und die Hitze machte mir zu schaffen. Aber ich war unglaublich glücklich und stolz, dass ich es geschafft habe. Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch und ab da wusste ich, dass ich auch weiterhin laufen werde. Dieses außergewöhnliche Gefühl werde ich nie vergessen!

Caro: Und an wievielen Halbmarathons hast du seitdem teilgenommen?
Bella: Bis jetzt insgesamt an 5 Halbmarathons. Vier davon auf Malta und einen in Holland. Daneben lief ich bei etlichen 5 und 10km-Marathons mit.
Caro: Wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Bella: Ich stehe sehr zeitig auf, esse meine Haferflocken und gehe laufen bevor ich gut gelaunt auf Arbeit gehe. Ich esse jetzt sowieso viel gesünder, ausgewogener und „clean“. Ich fühle mich einfach nur super, da ich durch meine bewusste Ernährung und meinen regelmäßigen Sport seit September 2015 bereits 10kg(!!) auf einem gesunden Weg abgenommen habe.
Caro: Welches ist dein nächstes größeres Marathon-Projekt?
Bella: Am 8. Mai laufe ich beim Wings for Life World Run in München. Dies ist ein Rennen, dessen Ziel es ist, Läufer in jeder noch so entlegenen Ecke der Welt zum Laufen für diejenigen zu animieren, die es nicht können.
Vielen Dank, liebe Bella, für dieses interessante Interview! Mich hast du auf jeden Fall animiert mit dem Laufen jetzt so richtig durchzustarten.
Bis bald, eure Bella!

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